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Demnächst kostenlose SSL-Zertifikate für Webseitenbetreiber

https encryption

Seit geraumer Zeit gibt es in den IT-Großkonzernen gewichtige Stimmen, die nach einem „verschlüsselten Internet“ fordern, insbesondere seit den Leaks durch Edward Snowden. Auch Google hat hier die Initiative ergriffen und rankt bereits seit August 2014 Webseiten höher in den Suchergebnissen, wenn sie über eine verschlüsselte Verbindung verfügen. Webseitenbesucher sollen schließlich in ihrer Privatsphäre geschützt werden – Webseiten die dies durch HTTPS zulassen, bieten demnach einen Mehrwert, der von Google mit einer höheren Platzierung belohnt wird.

Zusätzlich zum besseren Ranking bietet die Verschlüsselung auch aus Sicht des User Experience her bloß Vorteile und keine Nachteile. So ist ein Performanceverlust bei modernen Servern nicht mehr wahrzunehmen. Die Website kann auf dem Transportweg, beispielsweise durch Firmen-Firewalls, nicht mehr modifiziert werden und auch in Log-Files ist nicht mehr nachvollziehbar, welche konkreten Unterseiten sich ein Webseitenbesucher angesehen hat.

Dass Sicherheit für Google oberste Priorität hat, zeigt sich auch an anderer Stelle: In Googles Chrome-Webbrowser werden schon lange Websites optisch hervorgehoben, die eine sichere Verbindung anbieten (sichtbar am grünen Schloss neben dem „https“ in der Adressleiste). Womit Google aber experimentiert, ist ein Kennzeichnen aller Websites, die keine Verschlüsselung anbieten. Benutzer sollen dadurch gewarnt werden, dass ihre Daten unter Umständen abgehört und verändert werden können. Dadurch wird ein Signal an den User gesendet, dass eine Website vielleicht doch nicht so vertrauenswürdig wäre und dieser sich nach einer Alternative umsehen sollte.

An all diesen Aktionen zur Erhöhung der Grundsicherheit im www gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen, mehr Sicherheit im Internet ist natürlich sinnvoll. Was Webseitenbetreiber derzeit aber vom Anbieten verschlüsselter Verbindungen abhält sind die Kosten. Für ein Standard SSL/TLS-Zertifikat werden jährlich pro Domain oft gleich über 100 Euro fällig. Soll die Website über verschiedene Top-Level-Domains erreichbar sein, multipliziert sich dieser Betrag mit der Anzahl der geschalteten TLDs.

Genau hier wollen Mozilla (bekannt als Entwickler des Firefox-Webbrowsers) und die EFF als Bürgerrechtsorganisation gemeinsam mit Cisco und dem Akamai Content Delivery Network ansetzen. Unter dem Namen „Let’s encrypt“ sollen ab diesem Sommer kostenlose Verschlüsselungszertifikate angeboten werden, die jeder Webseitenbetreiber kostenlos dazu verwenden kann, die eigenen Webseiten abzusichern. Ob der Webseiteninhalt selbst kommerziell oder privat ist, spielt keine Rolle.

Diesen Dienstag hat das Projekt nun den lang erwarteten Zeitplan angekündigt: Ab Ende Juli sollen bereits die ersten Zertifikate verteilt werden, Ende der zweiten Septemberwoche endet dann die Beta-Phase und es ist für jeden möglich, kostenlose Zertifikate anzufordern.

Als Webseitenbetreiber ohne Verschlüsselung lohnt es sich, diese Tage im Kalender zu markieren. Das Einspielen der Zertifikate ist abhängig vom Hoster oft einfach und kostenlos. Durch die dann angebotene bestehende Verschlüsselung und dem damit einhergehenden besseren Ranking eröffnet sich so die Chance, in dieser Zeit viele neue Besucher zu akquirieren.

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Beitrag von Thomas Schreiber

Thomas Schreiber ist IT Director bei desaio, mit über 8 Jahren Erfahrung in Programmierung und Web-Entwicklung.

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