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Google Trends: weltweites Suchverhalten in Echtzeit!

Der online Dienst Google Trends bietet bereits seit 2004 Informationen, wie oft Benutzer jährlich, wöchentlich oder täglich welche Suchbegriffe in die Suchmaschine Google eingeben. Die Ergebnisse werden in Relation zum gesamten Suchaufkommen gesetzt und sind in wöchentlicher Darstellung für die gesamte Welt oder für einzelne Regionen verfügbar. Seit Juni kann man allerdings mit dem Analysetool auch die Popularität eines Suchbegriffes in Echtzeit verfolgen.

Laut einem Bericht der New York Times zufolge wollen Google-Sucher bereits zeitig in der Früh die Nachrichten sowie die Wetterprognose wissen, der Arzt wird etwa um 8.20 Uhr gesucht (die Medikamente dann um 16.52 Uhr). Der Suchbegriff „ungesperrte Spiele“ (die von der Schulleitung nicht gesperrt wurden) hat seinen Höhepunkt um 8.04 Uhr und hält sich weit vorne bis 13.30 Uhr. Zwischen 2.00 – 4.00 morgens werden die richtig großen und philosophischen Fragen gestellt: Was bedeutet Bewusstsein? Gibt es den freien Willen? Existiert ein Leben auf anderen Planeten? Spät nachts bringt die Dunkelheit auch Angstzustände mit sich: hier gibt es das höchste Suchvolumen für Wörter wie Paranoia, Symptome oder auch Gehirntumor.
Welche Themen beschäftigen denn nun die Österreicher (Trendabfrage im Zeitraum 7. – 13.7.2015)?

Der frühe Vogel fängt den Wurm
Wie es scheint starten die ÖsterreicherInnen ihre Arbeitswoche sehr zeitig in der Früh, denn bereits montags um 5.30 Uhr hat die Google-Suche in Bezug auf Nachrichtenaus aller Welt ihren Höhepunkt erreicht. Ziemlich zeitgleich – aber mit deutlich mehr Suchanfragen – interessieren sie sich für ihre sozialen Kontakte und googeln nach Facebook. Arbeitgeber können sich freuen, denn die Suche nach den sozialen Netzwerken flaut kontinuierlich am frühen Vormittag ab.

Mittwoch macht hungrig
Sobald die Wochenmitte erreicht ist, herrscht reges Interesse für die Suche nach Restaurants. Bereits Mittwochnachmittag ab 14.30 Uhr wird kontinuierlich steigend bis Donnerstagnacht nach kulinarischen Highlights gesucht.

Shopping ShoppingS hopping
Donnerstag Abend ab 21.30 wird nach Schnäppchen Ausschau gehalten, und bereits Freitagfrüh herrscht ab 3.30 eine immense Nachfrage nach dem Suchbegriff Ausverkauf.

Spiel, Satz, Sieg
Wochenende ist dem Sport gewidmet. Österreicher sind in der Wimbledon-Woche begeisterte Tenniszuschauer, so sind auch die Suchanfragen samstags um 15.30 nach Tennis im Vergleich zu Fußball deutlich höher (absoluter Höchstwert sonntags 15.30). Am Sonntag wird dann schon für die nächste Erholung Ausschau gehalten, der Suchbegriff Lastminute Urlaub hat seine Prime Time um 21.30.

Vorsicht mit den Daten
Wie schon im Wort enthalten, soll das Analysetool Goolge Trends v.a. eine Tendenz in Sachen Tages- und Internetnutzungsgewohnheiten von Menschen angeben, es handelt sich hierbei nicht um harte Fakten. Es müssen einige Aspekte in Betracht gezogen werden: Erstens zeigt Google Trends nicht in absoluten Zahlen an, wie oft tatsächlich nach einem Begriff gesucht wurde. Zweitens darf nicht nur Google allein als Maßstab berücksichtigt werden, denn Zugriffe über die Adressleiste, Apps und Bookmarks sind in der Suche nicht inkludiert.

Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Tool Einblicke in die Bedürfnisse, Gewohnheiten und Aufgaben der Menschen bekommen und sehen, auf welche Trends man mit seinem Unternehmen setzen könnte.

Effektiver E-Commerce: Amazon zeigt es vor!

Der Ursprung des E-Commerce geht genauso weit zurück wie die Entwicklung des Internets. Zwischen den 1960er bis 1990er wurden bereits die ersten Grundsteine für einen Online-Handel gelegt. Als dann 1995 das World Wide Web kommerziell geöffnet wurde, sprießten zahlreiche Online-Unternehmen (Boo.com, Ebay, Amazon) aus dem Boden und versprachen einen enormen elektronischen Verkaufshype. Doch im Jahr 2000 platze die DotCom Blase und die meisten Startups verschwanden genauso schnell, wie sie entstanden waren. Nur die Schlauesten und Anpassungsfähigsten überlebten die DotCom Pleite, darunter Amazon, das heute zu den Big Playern zählt und den Ton im Web angibt.

Die Vorbildfunktion im E-Commerce
Amazon gilt als Urgestein des E-Commerce und zählt zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Aber was ist das Erfolgsrezept? Worauf muss man achten, wenn man E-Commerce betreibt, mit welchen „Goodies“ lockt man Kunden? Folgende Punkte stechen bei Amazon besonders hervor:

 

    • Der Kunde ist König
      Jedem Unternehmen ist dieser Spruch ein Begriff, jedoch wird er selten gekonnt in die Tat umgesetzt. Amazon ist bekannt für seine positive Customer Experience, weil das Unternehmen seinen Kunden einen 7-Tage Support (18 Stunden täglich) bietet, sei es per Telefon, E-Mail oder Online Chat. Seine Webseite ist innovativ, einfach zu betätigen und der Kauf eines Produkts lässt sich mit der 1 Klick-Bestellung für registrierte Kunden schnell abschließen. Das Feedback zahlreicher Kunden in Bezug auf Amazons Kundenservice lautet „Schnell, unkompliziert und vertrauenswürdig.“

 

    • Hervorragende Website Usability
      Die Usability einer Website spielt eine enorme Rolle. Sie muss sowohl ansprechend (virtuelle Showrooms), technologisch-fortschrittlich (einfach zu betätigen) als auch vertrauenswürdig (gute Referenzen von Kunden) sein und die Neugierde der Konsumenten wecken. Der sensibelste Aspekt im E-Commerce ist die Bezahlung (fast jeder siebte Online-Kunde geht während des Zahlungsprozesses verloren). Amazon hat Rücksicht auf die Bedürfnisse seiner Kunden genommen und einen Payment-Mix zur Verfügung gestellt (z.B. die Integration der Prepaid-Karten, Kreditkarten, Kauf auf Rechnung oder Sofortüberweisung).

 

    • Kundentreue zahlt sich aus
      Die Idee eines Loyalitätprogramms stammt zwar nicht von Amazon selbst, allerdings hat das Unternehmen seine Hausaufgaben mit seinem „Prime Dienst“ richtig gemacht. So bietet Amazon seinen treuen Prime Kunden für einen kleinen Jahresbeitrag lukrative Rabatte, kürzere Versandzeiten, gratis Shipping, verschiedene Streaming-Services, Cloud-Speicherplatz oder Early-Access-Programme an (wer sich einer Prime-Registrierung nicht sicher ist, kann erstmals ein Probe-Abo für 30 Tage abschließen). Kundenloyalität ergibt sich nicht nur aus quid-pro-quo Transaktionen. Was sich Kunden wünschen ist ein Unternehmen, das sein Geschäft ehrlich, transparent und fair handhabt. Mit einem Wort: wir belohnen dich mit einem echten, spürbaren Mehrwert, der Freude bereitet, Teil dieses Programms zu sein. Amazon Prime zählt allein in den USA 40 Millionen Abonnenten.

 

  • Preispolitik als Markenzeichen
    Amazon gibt vor, dass seine Kunden den „günstigsten Preis“ auf ihrer E-Commerce Plattform finden und das ist auch ihr Markenzeichen. Weiteres wirbt Amazon auch mit Aktionen wie den „Warehouse Deals“. Das sind Produkte, die bereits gekauft wurden und von den Käufern wieder zurück geschickt wurden um dann später weit unter Ladenpreis im Amazon Warehouse als Spezialangebot zu haben sind. Eine Preiswahrnehmung, die gefällt!

 

Im E-Commerce gilt: „mehr ist mehr!“ Nebst personalisiertem Shoppen, klaren Produktkategorisierungen, dem Status der Bestellung und serviceorientierten Informationen (z.B. Stornieren einer Bestellung) missachten viele Unternehmen den wichtigsten Faktor für Online Konsumenten: der des Engagements. Wie kann man einen „Value Add“ zum Hauptangebot liefern, ihre Treue gewinnen und sie zum Kauf animieren?

Jedes E-Commerce Unternehmen verfügt über ein unterschiedliches Geschäftsmodel, sprich, was bei Amazon wirkt, muss nicht unbedingt bei einer anderen E-Commerce Plattform funktionieren. Es ist allerdings nicht von Nachteil, sich über diese Punkte Gedanken zu machen. Vielleicht sind ja ein Live-Chat, ein kostenfreier Versand für loyale Konsumenten oder Produktempfehlungen an Hand der eigenen Daten ja schon der Schlüssel zum Erfolg?

Die Gründung von Amazon
Der amerikanische Informatiker Jeff Bezos gründete Amazon im Jahr 1994 im US-Bundesstaat Washington als Online-Buchhandlung und zählt heute laut Forbes zu den 15 reichsten Menschen der Welt. Bereits im Jahr 1995 lag der wöchentliche Umsatz über 20.000 US-Dollar. Im Jahr 1998 stieg Amazon in den deutschen Markt ein und kaufte den Mutterkonzern „ABC-Bücherdienst GmbH“ für einen zweistelligen Millionenbetrag. In den folgenden Jahren entwickelte Amazon die Infrastruktur „Amazon Web Services“ sowie verschiedene Browserspiele, wurde zum größten Wettbewerber in Großbritannien und gründete das Loyality-Programm „Amazon Prime“ – ein kostenloser Versand mit Erhalt innerhalb zweier Tage (jährlicher Mitgliedsbeitrag EUR 49,- in Deutschland).

Erfolgreiches Content Marketing mit Storytelling

Content Marketing gilt seit einiger Zeit als das neue Erfolgsrezept im Marketing und geht Hand in Hand mit Storytelling. Interessanter Content und Storys ziehen Kunden an und binden diese an das Unternehmen.

Reine Fakten und Argumente reichen in unseren transparenten und kompetitiven Märkten meist nicht mehr aus, um Konsumenten von einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen. Der Kunde vergleicht innerhalb von Sekunden Produktmerkmale und Preise und kauft dort wo es ihm am günstigsten erscheint. Somit müssen vor allem in der digitalen Welt neue Marketingstrategien und Instrumente überlegt werden, um Kunden emotional an das Unternehmen zu binden. Spannende Geschichten helfen dem Konsumenten, sich Informationen und Botschaften leichter zu merken und sprechen den Kunden auf der emotionalen Ebene an. Was heißt das nun für Content Marketing?

Seit ewigen Zeiten erzählen sich Menschen Geschichten. Wir können uns leichter an das Erzählte erinnern als an Daten und Fakten. Das passiert fast automatisch. Im Gegensatz zu logischen Erklärungen werden wir beim Lesen oder Hören von Geschichten nicht gezwungen, abstrakt zu denken. Die erzählten Geschichten bieten einen Kontext und prägen sich damit ganz natürlich in unserem Kopf ein. Das Erzählen von Geschichten macht das Erkennen der Botschaften für den Konsumenten leichter. Wir bringen es einfacher in Verbindung mit unserem Alltag. Die einprägsamen Geschichten können Aufmerksamkeit wecken und festigen die emotionale Bindung an eine Marke. Eine gute Story verpackt Fakten charmant und macht sie so viel interessanter.

Es gibt Unternehmen, die Content Marketing und Storytelling schon seit Jahrzehnten betreiben, und zwar mit klassischen Medien wie z.B. Kundenmagazinen oder Direct Mailings. Die digitale Welt hat jedoch nun unglaubliche Möglichkeiten geschaffen Geschichten zu erzählen – Text, Bild, Video und Musik können integriert werden. Das Social Web ist zu einem Marktplatz für Geschichten geworden, also sollten wir uns diese Tatsache auch zunutze machen.

Doch wozu Content Marketing & Storytelling verknüpfen? Einfach gesagt, Storytelling emotionalisiert Content Marketing, es bringt mehr Empathie. Wir lesen Inhalte mit Geschichten und Spannungsbogen leichter, wir merken sie uns schneller. Geschichten sprechen das gesamte Gehirn an, sowohl die linke rationale als auch die rechte gefühlsbetonte Gehirnhälfte. Man kann also sagen, wir verstehen und fühlen Geschichten. Wenn Geschichten Menschen emotional berühren, behalten sie diese in Erinnerung und möchten sie auch weiter erzählen. In digitalen Medien nennt man diesen Effekt Teilen und Weiterleiten.

Content Marketing und Storytelling sind mehr Arbeitsaufwand als traditionelle Marketing-Kommunikation. Warum macht man das also? Folgende Gründe lassen sich dafür zusammenfassend anführen:

  • Emotionen und Geschichten überzeugen besser als reine Fakten, da viele Produkte vergleichbare Funktionen haben.
  • Vertrauen: Authentische Geschichten und Experten-Content wecken Vertrauen.
  • Um sich in der Flut an Informationen abzuheben.
  • Mit neuen Kommunikationsmethoden und neuen Channels neue Zielgruppen ansprechen.
  • Um Leads zu generieren, indem man nicht nur mit Fakten vom Kauf überzeugt.
  • Indirekter Verkauf: Über den Content und die Geschichten zieht man die Kunden an und als  nächster Schritt erfolgt der Kauf.
  • Kundenbindung: Um Kunden langfristig ans Unternehmen zu binden, muss ich ihnen Mehrwert bieten, z.B. laufend lebendige Beispiele, wie die Produkte noch effizienter eingesetzt werden können, oder Ideen liefern, wie man weiter optimieren oder neue Wege gehen kann.
  • Suchmaschinenoptimierung: Content Marketing ist mittlerweile eines der wichtigsten Tools für Suchmaschinenoptimierung.

Digitale Kommunikationsmedien machen es leichter als je zuvor, Geschichten in Szene zu setzen, mit einer Story ein breites Publikum zu erreichen und es mit allen Sinnen anzusprechen. Geschichten erzeugen Bilder im Kopf – diese werden durch Bilder, Grafiken, Videos und andere Medienformate unterstützt und angeregt. Die User können je nach Vorliebe mit Stories in verschiedenen Kanälen angesprochen und aktiviert werden, Medien zu verknüpfen und Inhalte weiter zu teilen –  ideal für Storytelling und die Verbreitung von Stories.

Wertvoller und relevanter Content auf einer Website sind die Voraussetzung, um einen User zum Verweilen auf einer Seite zu bewegen, und um für die Suchmaschine Relevanz zu gewinnen. Integriert man Geschichten, die sowohl Mehrwert als auch Unterhaltungswert bieten, sprechen wir den Leser auch emotional an und machen es ihm leichter, sich die Inhalte, z.B. über Analogien zu merken.

Die beste Geschichte nütze allerdings auch im Content Marketing nichts, wenn sie ihr Publikum nicht erreicht. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass sie auf der Website einfach entdeckt wird. Die Geschichte ist nur ein Baustein. Es bedarf einer guten Content- und Mediastrategie und eines Community Managements um das Zielpublikum zu erreichen.Geschichten, die uns berühren oder für uns Relevanz haben, erzählen wir gerne weiter. Das Social Web macht uns das leichter. Somit können neue Reichweiten erzielt werden.

Demnächst kostenlose SSL-Zertifikate für Webseitenbetreiber

Seit geraumer Zeit gibt es in den IT-Großkonzernen gewichtige Stimmen, die nach einem „verschlüsselten Internet“ fordern, insbesondere seit den Leaks durch Edward Snowden. Auch Google hat hier die Initiative ergriffen und rankt bereits seit August 2014 Webseiten höher in den Suchergebnissen, wenn sie über eine verschlüsselte Verbindung verfügen. Webseitenbesucher sollen schließlich in ihrer Privatsphäre geschützt werden – Webseiten die dies durch HTTPS zulassen, bieten demnach einen Mehrwert, der von Google mit einer höheren Platzierung belohnt wird.

Zusätzlich zum besseren Ranking bietet die Verschlüsselung auch aus Sicht des User Experience her bloß Vorteile und keine Nachteile. So ist ein Performanceverlust bei modernen Servern nicht mehr wahrzunehmen. Die Website kann auf dem Transportweg, beispielsweise durch Firmen-Firewalls, nicht mehr modifiziert werden und auch in Log-Files ist nicht mehr nachvollziehbar, welche konkreten Unterseiten sich ein Webseitenbesucher angesehen hat.

Dass Sicherheit für Google oberste Priorität hat, zeigt sich auch an anderer Stelle: In Googles Chrome-Webbrowser werden schon lange Websites optisch hervorgehoben, die eine sichere Verbindung anbieten (sichtbar am grünen Schloss neben dem „https“ in der Adressleiste). Womit Google aber experimentiert, ist ein Kennzeichnen aller Websites, die keine Verschlüsselung anbieten. Benutzer sollen dadurch gewarnt werden, dass ihre Daten unter Umständen abgehört und verändert werden können. Dadurch wird ein Signal an den User gesendet, dass eine Website vielleicht doch nicht so vertrauenswürdig wäre und dieser sich nach einer Alternative umsehen sollte.

An all diesen Aktionen zur Erhöhung der Grundsicherheit im www gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen, mehr Sicherheit im Internet ist natürlich sinnvoll. Was Webseitenbetreiber derzeit aber vom Anbieten verschlüsselter Verbindungen abhält sind die Kosten. Für ein Standard SSL/TLS-Zertifikat werden jährlich pro Domain oft gleich über 100 Euro fällig. Soll die Website über verschiedene Top-Level-Domains erreichbar sein, multipliziert sich dieser Betrag mit der Anzahl der geschalteten TLDs.

Genau hier wollen Mozilla (bekannt als Entwickler des Firefox-Webbrowsers) und die EFF als Bürgerrechtsorganisation gemeinsam mit Cisco und dem Akamai Content Delivery Network ansetzen. Unter dem Namen „Let’s encrypt“ sollen ab diesem Sommer kostenlose Verschlüsselungszertifikate angeboten werden, die jeder Webseitenbetreiber kostenlos dazu verwenden kann, die eigenen Webseiten abzusichern. Ob der Webseiteninhalt selbst kommerziell oder privat ist, spielt keine Rolle.

Diesen Dienstag hat das Projekt nun den lang erwarteten Zeitplan angekündigt: Ab Ende Juli sollen bereits die ersten Zertifikate verteilt werden, Ende der zweiten Septemberwoche endet dann die Beta-Phase und es ist für jeden möglich, kostenlose Zertifikate anzufordern.

Als Webseitenbetreiber ohne Verschlüsselung lohnt es sich, diese Tage im Kalender zu markieren. Das Einspielen der Zertifikate ist abhängig vom Hoster oft einfach und kostenlos. Durch die dann angebotene bestehende Verschlüsselung und dem damit einhergehenden besseren Ranking eröffnet sich so die Chance, in dieser Zeit viele neue Besucher zu akquirieren.

Google verzichtet in der mobilen Suche auf URLs

Gerade erst hat Google ein großes Mobile-Update live gebracht, da folgt auch schon die nächste Änderung in der mobilen Suche. Zukünftig verzichtet das Unternehmen in der Darstellung der Suchergebnisse auf URLs, ersetzt werden sollen sie durch eine vereinfachte Navigation (Breadcrumbs). Bei der Nutzung von Breadcrumbs wird die Domain durch den Titel der Hauptseite ersetzt, es folgt die weitere Struktur der URL durch einen logischen Aufbau der Navigation.

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Die neue Art der Darstellung (rechts) macht Sinn, denn dadurch können die Nutzer schneller den Inhalt der Seite erfassen. Genau das ist auch das erklärte Ziel von Google. Die Breadcrumbs werden in diesen Tagen weltweit ausgerollt, die Änderung betrifft also jeden Seitenbetreiber. Der Ersatz der Domain durch den Namen der Seite betrifft vorerst nur Webseiten in den USA. Aber Google könnte das Feature demnächst auch weltweit ausrollen. Beide Änderungen gelten vorerst nur in der mobilen Google-Suche.

Wer als Seitenbetreiber bemerkt, dass die Breadcrumbs beim eigenen Angebot falsch dargestellt werden, kann das beheben. Die Betreiber selbst können in den Meta-Daten der Webseite die Schlagworte angeben. Google gibt Tipps für das Ändern des Titels und der Breadcrumbs.

Google experimentierte in der Vergangenheit schon öfters bei der Darstellung seiner Suchergebnisse. 2013 testete der Suchmaschinengigant bereits verkürzte URLs in der Websuche, auch eine Darstellung komplett ohne URLs stand kurz im Raum, wurde schließlich aber wieder verworfen. Die Breadcrumbs-Variante könnte laut Meinung von einigen Branchenexperten demnächst auch auf die Websuche ausgeweitet werden.

Google-Update: Mobile Seiten werden demnächst bevorzugt

Rund ein Drittel des Internet-Traffics entfällt inzwischen schon auf mobile Endgeräte, das berichten die Datenexperten von StatCounter. Und der Wert dürfte sich in den kommenden Jahren sogar noch erhöhen. Diese Entwicklung hat man natürlich auch beim Suchmaschinengiganten Google ganz genau registriert. Schon vor Wochen hat das Unternehmen angekündigt, dass demnächst auch die mobile Nutzerfreundlichkeit in die Suchergebnisse mit einfließen wird. Wenn das nächste Algorithmus-Update am 21. April live geht, wird es endlich soweit sein.

Ganz konkret geht es um Suchanfragen, die die Nutzer über Smartphones und Tablets stellen. Den Betreibern, die ihre Webseiten nicht für diese Geräte optimiert haben, droht dann ein Abrutschen in den Suchergebnissen. Für Webseitenbetreiber gilt es daher erst einmal herauszufinden, ob ihr Angebot derzeit für mobile Geräte optimiert ist. Dazu reicht ein kurzer Test via Google-Tool. Bereits seit November 2014 zeigt Google an, ob eine Webseite für mobile Geräte optimiert ist.

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Wenn Ihre Webseite noch nicht optimiert ist, sollten sie noch einmal Hand anlegen. Oft reichen schon kleine Änderungen. Wessen Webseite auf WordPress basiert, kann sich beispielsweise ein neues Theme suchen. Dieses sollte nach Möglichkeit responsiv sein, sich also den unterschiedlichen Bildschirmgrößen anpassen.

Wenn Sie diese Hürde gemeistert haben, können Sie noch an etlichen weiteren Stellschrauben drehen, um den Mobile-Usern das Surfen auf Ihrer Seite so angenehm wir möglich zu gestalten. Dazu gehört unter anderem auch, dass Sie die User nicht unnötig frustrieren. Platzieren Sie keine nicht abspielbaren Videos an prominenter Stelle. Vermeiden Sie zudem mobile Fehlermeldungen: Wenn ein Mobile-User eine Desktop-Seite aufrufen will, leiten Sie ihn einfach auf die mobile Seite weiter, anstatt zu einer Fehlermeldung. Wichtig außerdem für die Nutzer: die Geschwindigkeit. Überprüfen Sie, ob Ihre mobile Seite genau so schnell geladen wird wie die Desktop-Version. Nutzen Sie dazu am besten Google PageSpeed Insights, dort bekommen Sie sofort Verbesserungsvorschläge.

Darüber hinaus bietet das Google Webmaster-Tool schon jetzt eine hervorragende Möglichkeit, um zu kontrollieren, ob die eigene Webseite auf mobilen Geräten Probleme macht. Im Idealfall spuckt die Analyse folgenden Text aus:

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Wer doch Probleme angezeigt bekommt, kann Sie direkt einsehen und die Lösungsvorschläge abarbeiten. Und das Lösen dieser Probleme ist wichtig: Jedes einzelne dieser Probleme verursacht Unzufriedenheit bei den Usern. Irgendwann hat die Google-Logik verstanden, dass viele User von Ihrer Seite frustriert sind – und rankt Sie in den Suchergebnissen runter.

Sie müssen jetzt nicht in Panik verfallen, wenn Sie feststellen, dass Ihre Webseite nicht für mobile Geräte optimiert ist und das Google-Update in Kürze live geht. Der Google-Bot gibt ständig eine zweite Chance und durchsucht regelmäßig das Web. Wenn er dabei feststellt, dass sich etwas bei der mobilen Bedienbarkeit getan hat, wird er das auch so registrieren und ausweisen.

Zusammengefasst

  1. Überprüfen Sie, ob Ihre Webseite für mobile Geräte optimiert ist
  2. Nehmen Sie, falls nötig, Veränderungen vor
  3. Überprüfen Sie Ihre Inhalte regelmäßig durch das Google Webmaster-Tool
  4. Surfen Sie selbst einmal am Smartphone oder Tablet auf Ihrer Seite – was fällt Ihnen auf?
  5. Geraten Sie nicht in Panik. Sie werden nicht von jetzt auf gleich nicht mehr auffindbar sein
  6. Nehmen Sie die Vorschläge von Google ernst – in Zukunft wird es immer mehr mobile User geben

Suchmaschinenwerbung: Mehr als 10 Prozent Wachstum pro Jahr bis 2019

Der Gesamtmarkt für Suchmaschinenwerbung wird laut den Experten von eMarketer.com in den kommenden Jahren kräftig anziehen. 2019 sollen sich die Umsätze von heute knapp 82 Milliarden US-Dollar auf 130 Milliarden US-Dollar erhöht haben. Die Marketing-Experten gehen von einem zehnprozentigen Wachstum von Search Engine Advertising (SEA) aus – pro Jahr. Das prozentuale Wachstum geht dabei langsam aber sicher zurück – liegt 2019 aber immer noch knapp unter 10 Prozent.

Google wird noch über Jahre hinweg die Nummer eins am Markt der Suchmaschinenwerbung sein. Googles heutige Dominanz wird deutlich, wenn man auf die Zahlen blickt, die eMarketer.com veröffentlicht hat. Von den 82 Milliarden US-Dollar Suchmaschinenwerbung, die es aller Voraussicht nach in diesem Jahr geben wird, entfallen 55 Prozent, also etwa 44 Milliarden Dollar, auf das US-Unternehmen. Und die Erlöse steigen: 2014 erwirtschaftete Google noch 38,4 Milliarden Dollarmit AdWords und Co.

Der Suchmaschinengigant liegt damit weit vor der Konkurrenz: Microsofts Bing kommt in diesem Jahr voraussichtlich auf weltweite Erlöse beim Search Engine Advertising auf etwa 3,5 Milliarden Dollar – das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent. Yahoo liegt bei 2,6 Prozent. Der größte Google-Verfolger kommt aus China und heißt Baidu. Schon 2015 werden dessen Umsätze bei etwa 7,2 Milliarden Dollar liegen, nach 5,4 und 3,8 Milliarden Dollar in den Jahren zuvor.

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Vor allem Baidu wächst kräftig – getrieben vom starken chinesischen Heimartmarkt. Dort ist das Unternehmen Marktführer und profitiert von der Tatsache, dass Google von den Behörden gesperrt ist. Zudem ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde – auch im Internet stellt es die meisten Nutzer. Auch davon profitiert Baidu. Aber an Google wird bei der Suchmaschinenwerbung kein Weg vorbei führen. Die prognostizierten Wachstumsraten zeigen nicht nur, dass Google auf das richtige Pferd setzt, sondern auch, dass Search Engine Advertising von immer mehr Unternehmen als Werbemöglichkeit genutzt werden wird. Viele Unternehmen erkennen den Nutzen immer mehr – damit steigt auch die Bereitschaft, einen Teil ihres Marketingbudgets in diese Werbeform zu stecken.

Ein einziger Tweet treibt die Tesla-Aktie nach oben

Welche Macht inzwischen von Twitter ausgeht, hat Tesla-Chef Elon Musk am Montagabend bewiesen. Er nutzte keine schnöde Pressemitteilung, sondern machte via Twitter auf eine neue Produktlinie des Elektroautobauers aufmerksam.

Alleine dieser eine Tweet, der mehr als 6.000 Mal retweetet wurde, ließ die Tesla-Aktie stark anziehen. Um etwa vier Prozent stieg die Aktie des Unternehmens – das entspricht nach dem derzeitigen Börsenwert Teslas etwa 900 Millionen US-Dollar. In der Techbranche wird nun wild spekuliert, was Tesla da genau am 30. April präsentieren wird. Ein Flugzeug, ein Motorrad oder eine Smartwatch? Viele Experten spekulieren, dass Tesla eine Batterie als Energiespeicher für Häuser auf den Markt bringen wird. Ganz egal was es sein wird: Die Erwartungen sind nun ziemlich hoch.

Samy Deluxe und ein Lehrstück in Sachen Content Marketing

Trotz seiner musikalischen Erfolge hat sich der Rapper Samy Deluxe nun in einen ganz anderen Bereich gewagt. Der gebürtige Hamburger hat in seiner Heimatstadt ein Restaurant eröffnet.  Das „Gefundene Fressen“ setzt vor allem auf gesunde BBQ-Gerichte. Um sein Lokal zu bewerben, hat sich der Rapper etwas ganz Besonderes ausgedacht. In einem etwa zweieinhalb minütigen Video rappt Samy Deluxe die Speisekarte hoch und runter, präsentiert sein Lokal und  animiert so seine Fans, im Restaurant vorbeizuschauen.

Das Video hat Samy Deluxe unter anderem auf seiner Facebook-Seite geteilt, wo er immerhin fast eine halbe Million Menschen erreicht. Mehr als 700 User haben das Video inzwischen weiterverbreitet, mehr als 3.000 haben auf „Gefällt mir“ geklickt. Das Lokal selbst kommt derzeit auf etwa 2.500 Likes – gar nicht mal so schlecht, wenn man bedenkt, dass es erst seit dieser Woche geöffnet hat. Und auch über die Facebook-Seite vom „Gefundenen Fressen“ haben bereits mehr als 700 User das Video geteilt. Auf der Webseite des Lokals ist das Video derzeit ebenfalls zu sehen.

Innerhalb von nur 48 Stunden bringt es der Restaurant-Rap inzwischen auf etwa 50.000 Klicks bei Youtube. Die Kampagne kann bereits jetzt als voller Erfolg gewertet werden: Sie ist nicht nur kreativ, sondern sorgte auch bereits innerhalb kürzester Zeit für ein großes Aufsehen.

Auch Aldi experimentiert nun im E-Commerce

Kaum ein stationärer Händler kommt heutzutage eigentlich an einem Online-Shop vorbei. Der Discounter Aldi, hierzulande auch als Hofer bekannt, hat sich jahrelang erfolgreich gegen das E-Commerce-Geschäft gewehrt und betreibt bis heute keinen Online-Shop. Das wird sich nun ändern. In Großbritannien wird das Unternehmen demnächst einen eigenen Online-Shop starten, die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.

Laut „Lebensmittel Zeitung“ ist Großbritannien für den Discounter ein optimales Versuchsfeld, die Menschen dort gelten als besonders online-affin. Falls der Test glückt, könnte Aldi seinen Online-Shop auch schnell in Deutschland und Österreich starten. Bereits seit Jahren prüft das Unternehmen regelmäßig, ob ein Einstieg in das E-Commerce-Geschäft lohnenswert wäre – bislang hat für Führungsspitze das immer verneint. Nun das Umdenken.

In Österreich betreibt Billa bereits seit 1999 einen eigenen Online-Shop und beliefert derzeit etwa 1.000 Kunden pro Woche, Tendenz steigend. Zuletzt hat der Supermarkt seine Online-Produktpalette aufgestockt und seine Webseite erneuert. Inzwischen kann man seine Bestellungen auch online tätigen und die Waren in einem Billa-Markt abholen.

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